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„Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“

27.07.2010
Eine Geschichte voll Schwermut und Schönheit
„Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“
Buchvorstellung

Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? In unserem Fall ist die Reihenfolge eindeutig: Zuerst gab es den Auftrag für das Buch, dann kam die Ausstellung hinzu. Ein ungewöhnlicher Weg – so ungewöhnlich wie das Thema Trauerkleidung an sich. Die Annäherung an das Thema ergab wohl die Emnid-Umfrage des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur aus dem Jahr 2008. Das Ergebnis mag erschrecken – oder auch nicht. Der Umfrage zufolge legen nur noch 50 Prozent der Befragten Wert auf schwarze Kleidung am Tag der Beisetzung. Für die Geschäftsführerin des Kuratoriums, Frau Dr. Kerstin Gernig, war diese Umfrage Anlass genug, sich diesem Thema intensiver zu widmen. Sie suchte eine Doktorandin, die sich mit dem Sujet Trauerkleider beschäftigen sollte. Da diese Untersuchung, zumal in einer Doktorarbeit, durchaus trocken ausfallen konnte, hatte die Kulturwissenschaftlerin einen besonderen Wunsch: Die angehende Doktorandin sollte nicht nur schreiben, sie sollte auch „schön“ schreiben können. In der Autorin, der Germanistin Natascha N. Hoefer, hat das Kuratorium genau diese Qualitäten gefunden.

Das Buch „Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“, ist herrlich zu lesen. Wer hier eine trockene Darstellung der Trauerkleidung im Laufe der Jahrhunderte erwartet, der wird schon nach der Lektüre der ersten Seiten eines Besseren belehrt. Natascha N. Hoefer kann wirklich schön schreiben, und sie fesselt mit ihrem Stil – es ist, wie im ersten „Block“ ebenso benannt, „Eine Geschichte voll Schwermut und Schönheit“. Dem Leser wird anhand eines imaginären roten Fadens in drei weiteren Blöcken die psychologische und gesellschaftliche Funktion der Trauerkleidung nähergebracht. Im zweiten Block folgt „Die Schwermut der Trauerkleider“, im dritten werden „Große Trauernde der Weltgeschichte“ porträtiert und der vierte Block rundet das Thema mit „Die Schönheit der Trauerkleider“ ab. Die Besonderheit und die Funktion der Trauerkleidung in der Geschichte der Menschheit hatte einen hohen Stellenwert, und dies über Jahrhunderte. Im Nachwort von Frau Dr. Kerstin Gernig heißt es daher treffend:

„Wer heute Schwarz trägt, wird nicht mehr unbedingt als Trauernder erkannt, wie umgekehrt Trauernde eben auch nicht mehr unbedingt Schwarz tragen. Das war früher anders. Indem der Trauer der sichtbare Ausdruck verloren geht, wird die Trauer individualisiert und aus der Gemeinschaft zunehmend ausgeschlossen. In Zeiten der Vielfalt der Lebensstile und der individuellen Ausdrucksformen gibt es keinen allgemeinverbindlichen Kanon symbolischer Formen mehr. Die Trauer bleibt, aber der Ausdruck verändert sich.“

Um Ihnen das Buch „Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“ noch ein wenig näherzubringen und als zusätzlichen Service haben wir Ihnen einige Seiten des Buches als „Screenflip-Version“ dargestellt. Sie sehen die beiden Umschlagseiten und sechs weitere Doppelseiten des 220 Seiten umfassenden Buches.

Gerne können Sie uns unten einen Kommentar zu der Buchrezension oder zu diesem Service schreiben. Auf Anregungen und Kritik sind wir immer sehr gespannt, denn nur so können wir unseren Service für Sie verbessern.

Informationen:

„Schwermut und Schönheit – Als die Menschen Trauer trugen“ von Natascha N. Hoefer ist im Fachverlag des Deutschen Bestattungsgewerbes, Düsseldorf 2010, erschienen.

ISBN: 978-3-936057-27-0, ca. 220 S., 110 farbige Abb.

Vorzugsangebot 49,- EURO bis zum 22.08.2010
Anschließend im Buchhandel: EUR 79,00

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