Bestellen Sie hier unseren Newsletter

10. Hessischer Bestattertag: eine Branche im Umbruch

23.04.2014
Zukunftsaussichten und Qualitätsanforderungen waren die Hauptthemen
10. Hessischer Bestattertag: eine Branche im Umbruch
DIB-Geschäftsführer Hermann Hubing eröffnete den 10. Hessischen Bestattertag (Foto: Ewert)

Der Hessische Bestattertag feierte sein 10-jähriges Bestehen. Aus einer kleinen Runde ist eine in der Branche etablierte Veranstaltung geworden, die einen gelungenen Mix aus Informationen aus der Branche, kollegialem Gedankenaustausch sowie eine breite Produkt- und Dienstleistungspräsentation anbot.

Anlässlich des „runden Geburtstags“ ehrten Hermann Hubing, Geschäftsführer des ausrichtenden Landesinnungsverbands für das hessische Bestattungsgewerbe, hessenBestatter, und Reinhard Nau, Präsident des Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen, Persönlichkeiten, die sich in den vergangenen 10 Jahren um den Verband und die Veranstaltung verdient gemacht haben.

Das goldene Ehrenabzeichen erhielten Rainer Gebhardt (Blieskastel), Willi P. Heuse (Weiterstadt), Peter Meyer (Michelstadt) und Peter Schneider (Saarbrücken).

Helmut Kohlmann (Hagenow) und Joachim Schlüter (Boostedt) wurden für Ihre Verdienste mit dem silbernen Ehrenabzeichen geehrt.

Grußworte hielten Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich, der Präsident der Handwerkskammer Klaus Repp, Reinhard Nau als Präsident des Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen sowie Dr. Wilhelm Kanther, Ministerialdirigent aus dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport.

Im Rahmen des 10. Hessischen Bestattertages erhielten zudem Bestatter aus ganz Deutschland ihre Urkunde, die sie als „Geprüfte Bestatter“ auszeichnet. Übergeben wurden die Urkunden von Willi P. Heuse als Prüfungsausschussvorsitzendem und Klaus Repp als Kammerpräsidenten.

 

Die Festrede zum „Jubiläums-Bestattertag“ hielt Hermann Weber, ehemaliger Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V., der den Hessischen Bestattertag von Anfang an begleitet hat. In seinem Rückblick ging Weber auf die „epochale Wende“ ein, die vor 10 Jahren durch die Änderung der Handwerksordnung den Bestattern die Möglichkeit zur Innungsgründung eröffnete. Es sei eine zukunftsweisende und richtige Entscheidung gewesen, den Landesinnungsverband der hessenBestatter und das Deutsche Institut für Bestattungskultur zu gründen. Weber lobte die anwesenden Bestatter, die sich tagtäglich dem Wandel in der Friedhofs- und Bestatterwelt stellten und auch mit den Veränderungen, die zum Beispiel mit der Vielfalt der Religionen und dem zunehmend immateriellen Erinnern und Gedenken einhergehen, hervorragend umzugehen wüssten. „Die Menschen dieses Landes brauchen qualifizierte Bestatter an ihrer Seite, wenn Ihnen der Tod begegnet“, so Weber.

Im weiteren Verlauf des Bestattertages fanden zwei Podiumsdiskussionen statt.

„Wer nichts wird, wird … Bestatter! – Zum schnellen Geld ohne Branchenkenntnis und Berufsethos“, lautete der provokante Titel der ersten Diskussionsrunde auf dem 10. Hessischen Bestattertag. Schwerpunkt der Diskussion unter der Moderation des hr4-Journalisten Klaus Pradella war – gerade angesichts aktueller strafbarer Handlungen und Verfehlungen in der Branche  – die Forderung nach Qualitätsanforderungen für Bestatter.

Die zweite Diskussionsrunde unter Leitung von Dr. Kerstin Gernig, Inhaberin der Agentur für Kommunikationsgestaltung in Berlin, analysierte unter dem Motto „Bestatter 2024 – Eine Branche im Umbruch“ die Zukunft des Bestattungsgewerbes zwischen staatlichen Reglementierungen und gesellschaftlichen Veränderungen. Neben Bestattern diskutierten hierzu auch Vertreter benachbarter Gewerke mit, die aus ihren Berufen heraus neue Impulse einbrachten.

Nach dieser spannenden Diskussion beendete Hermann Hubing vom Landesinnungsverband für das hessische Bestattungsgewerbe den offiziellen Teil des 10. Hessischen Bestattertages. Er zog ein durchweg positives Fazit der Veranstaltung: „Es ist insgesamt sehr erfolgreich verlaufen, die Veranstaltung ist zu recht ein Höhepunkt im Terminkalender der Branche.“

Gelegenheit für den kollegialen Austausch in entspannter Atmosphäre bekamen die Kongressteilnehmer beim Abend-Event im Mathematikum in Gießen. Bei einem hessischen Buffet und stimmungsvoller musikalischer Unterhaltung der Band „Combo Combo“.

Veranstalter des 10. Hessischen Bestattertages ist das Deutsche Institut für Bestattungskultur (DIB) gemeinsam mit dem Landesinnungsverband für das hessische Bestattungsgewerbe, hessenBestatter. Angesprochen waren alle Bestattungsunternehmen Deutschlands, insbesondere Mitgliedsbetriebe von hessenBestatter:

 

Information:

DIB – Deutsches Institut für Bestattungskultur GmbH

Der 11. Hessische Bestattertag wird gemeinsam mit der PAX – Hessische Messe für Bestattungskultur am 09./10. April 2016 in den Gießener Hessenhallen stattfinden.

Artikel Bewerten: Social:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(3 Bewertung(en), Durchschn. Bewertung: 3,67 von 5 Sterne)
Loading...
0 Kommentare

Hinterlasse eine Antwort