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20. November 2013 – Internationaler Tag der Kinderrechte

20.11.2013
Auch schwer kranke Kinder haben Rechte
20. November 2013 – Internationaler Tag der Kinderrechte

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. macht zum internationalen Tag der Kinderrechte auf die Situation unheilbar kranker Kinder aufmerksam

Der internationale Tag der Kinderrechte gibt verschiedensten Organisationen immer wieder Anlass, die Stärkung von Kindern in ihren Rechten zu fordern. Bildung, Schutz vor Missbrauch, Ernährung und Gesundheitsversorgung sollen Kindern weltweit ein glückliches chancenreiches Leben ermöglichen. In 54 Artikeln hat die UN-Kinderrechtskonvention diese Rechte verbrieft.

„Wir beim Bundesverband Kinderhospiz arbeiten auch daran, dass Kinder zu ihrem Recht kommen. Zu einem Recht, an das kaum jemand denkt, wenn es um Kinderrechte geht: zu ihrem Recht, in Würde zu sterben“, sagte Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V., anlässlich des Kinderrechtstages. Ein würdiger Sterbeprozess wird Kindern in Deutschland immer wieder versagt. Etwa 23.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind lebensverkürzend erkrankt, rund 5.000 von ihnen sterben jedes Jahr. In Deutschland arbeiten heute zwölf stationäre Einrichtungen, dazu kommen noch etwa 100 ambulante Kinderhospizdienste.

Kinderhospize arbeiten ganzheitlich, sie integrieren Familie und Umfeld der Erkrankten in die Versorgung. Den ehrenamtlichen und professionellen Mitarbeitern geht es neben der medizinischen Betreuung und Hilfe mit finanziellen und sozialen Angelegenheiten um Stärkung und Zuwendung, um Lebensqualität und darum, die noch vorhandenen Möglichkeiten des Kindes zu nutzen. Nebenbei gewährleisten sie den Austausch und die Vernetzung von Betroffenen und Helfenden.

Seit zehn Jahren vertritt der Bundesverband die Interessen der Hospize und Hospizdienste gegenüber Krankenkassen und Politik. Noch immer, so prangert der Verband an, klafft in der finanziellen Versorgung der Einrichtung eine Lücke: weil psychosoziale Begleitung, Teile der Arztkosten oder die Aufnahme von Angehörigen nicht durch die Tagessätze der Krankenkassen abgedeckt werden, müssen 40-60 Prozent der Kosten durch Spenden aufgebracht werden – das sind circa 15 Millionen Euro jährlich allein im stationären Bereich. „Die Finanzierung der Hospize und Hospizdienste muss durch entsprechende Gesetzesänderungen auf verlässliche Füße gestellt werden“, formuliert Sabine Kraft eine der zentralen Forderungen des Verbandes.

„Wenn einem Kind aufgrund einer unheilbaren Erkrankung keine Zukunft gegeben ist, so dürfen wir ihm nicht auch noch das Recht auf ein kinderwürdiges Sterben verwehren. Das ist das Mindeste, was wir als Gesellschaft leisten müssen“, erklärte Sabine Kraft.

 

Informationen: 

Bundesverband Kinderhospiz e.V.
www.bundesverband-kinderhospiz.de

 

 

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