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Bestatter: Werbung für danach – oder doch viel mehr?

11.08.2011
Über Werbung, Aufmerksamkeit und einem schwierigen Beruf
Bestatter: Werbung für danach – oder doch viel mehr?
Aufmerksamkeit um jeden Preis?

Die Fotostrecke von Spiegel -Online ist zwar schon etwas älter und adeo-online hatte schon einmal über ein Plakat („Geniales Marketing oder geschmackloser Lockruf“) berichtet, aber in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook ist diese Fotostrecke gerade wieder aktuell. Provokatives Marketing erregt immer Aufmerksamkeit (siehe Benetton) – wird sie von einem Bestattungsinstitut gemacht wird, sowieso. Wie aber darf ein Bestattungsinstitut auf sich aufmerksam machen? Discount-Bestatter werben mit enorm niedrigen Preisen.  Bei der Vorsorge für den Todesfall ist man in der Öffentlichkeit jedoch eher vorsichtig. Das Thema Sterben ist nach wie vor ein Tabu in unserer Gesellschaft und so kommt es immer wieder vor, dass das „Geschäft mit dem Tod“ in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird. Oftmals leider mit negativen Meldungen, was sehr schade ist, denn der Beruf des Bestatters ist anspruchsvoll und erfordert viel Feingefühl, Professionalität und Menschlichkeit sowie kaufmännische Kenntnisse, wozu auch das Marketing gehört. Wer aber weiß schon, dass über 90 % aller Bestattungsinstitute Familienbetriebe mit einer sehr langen Tradition und top ausgebildeten Kräften sind, die helfen, den verstorbenen Menschen die letzte Ehre zu geben und den Angehörigen Trost und Beistand spenden?

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1 Kommentar
  1. Ich finde, Bestatter können viel mehr durch PR-Aktivitäten anstatt durch Werbung erreichen. Solche „Schock-Maßnahmen“ sind in aller Munde, doch wecken sie wirklich das Bewusstsein für so sensible Themen wie Sterben und Tod?
    Ein Bestatter kann keinen Bedarf wecken – und gerade darauf zielt die meiste Werbung ab. Was nutzt mir es, wenn ich in der U-Bahn solche Plakate sehe? Werde ich dann denken: „ach, ich könnte doch auch mal einen Bestatter besuchen“ 😉 ?
    Wenn ein Trauerfall eintritt, dann wirken solche Aktionen eher abstoßend und geschmacklos. Der Betroffene wählt sicher lieber einen anderen Bestatter, der sensibler und dezenter auftritt. Die Bestatterbranche muss ihren eigene, ganz speziellen Weg in die Öffentlichkeit finden. Das Nachahmen anderer Branchen wirkt eher lächerlich.

    Danke für den Beitrag,

    Hedwig Seipel

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