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Buchempfehlung – Sieben verdammt lange Tage

18.01.2012
Roman von Jonathan Tropper jetzt als Taschenbuch
Buchempfehlung – Sieben verdammt lange Tage

Die Empfehlung, das Buch „Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper zu lesen, kam aus den sogenannten Sozialen Netzwerken. „Vinschen, das Buch musst Du empfehlen – es passt perfekt zu deinem Portal. Es geht um eine Totenwache!“, lautete die Mitteilung auf Facebook. Ich begann zu lesen – und konnte das Buch kaum weglegen. Jetzt liegt der Roman im Verlag Droemer Knaur als Taschenbuch vor.

Jonathan Tropper hat einen besonderen Stil. Nicht dass man seine sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten mit Superlativen belegen würde, nein – sein Stil ist eher einfach. Er ist modern und punktiert. Er trifft zu nahezu jeder Situation die passenden Worte. Die Dialoge und Gedanken der Hauptfigur Judd und seiner drei Geschwister treffen ebenso wie die Handlung, in der sich die Charaktere bewegen, fast immer ins Schwarze. Jeder Satz sitzt. Dazu kommt ein simpler, aber effektiver Spannungsbogen, dessen Würze Humor und Traurigkeit sind.

Die Handlung von „Sieben verdammt lange Tage“, scheint zunächst einfach zu sein: Ein Vater stirbt und die jüdische Familie Foxman, bestehend aus der Mutter und den Söhnen Judd, der die Hauptfigur darstellt, seinem etwas älteren Bruder Paul, der Schwester Wendy und dem viel jüngeren Philipp, sitzt sieben Tage lang „Schiwa“,  die traditionelle jüdische Totenwache. So einfach wie das Leben eben ist das – nämlich gar nicht. Die Familie ist nicht gläubig und alle sind irgendwie verkorkst und haben ihre eigenen Probleme. Dass Judd seine Ehefrau einige Tage vor dem Tod des Vaters mit seinem Chef im Ehebett erwischt, ist da, neben vielen anderen alltäglichen Absurditäten des Lebens, nur eine Kleinigkeit, an der er aber natürlich schwer zu knabbern hat. Wendy hat mit ihren drei Kleinkindern und einem erfolgssüchtigen Fondsmanager als Mann zu kämpfen. Der Älteste, Paul, leitet das Familienunternehmen. Seit Jahren schon versuchen er und seine Frau ein Kind zu bekommen, ohne Erfolg. Philipp, das Nesthäkchen, ist ein Playboy und das schwarze Schaf der Familie, dem aber alle seine Eskapaden verzeihen (müssen). Die Mutter, eine  Psychologin, die einen Weltbesteller zur richtigen Kindererziehung geschrieben hat, thront über allem. Ein Chaos an Gefühlen, schreckliche Unfälle, die Vergangenheit, ungewollte Schwangerschaften, zerbrochene große Lieben, neue alte Liebesgefühle und die Trauer um einen Vater, der schleichend alle Familienmitglieder erfasst und sie dann doch einander etwas näher bringt.

Jonathan Tropper, dem mit „Mein fast perfektes Leben“ bereits ein Bestseller gelang, schafft es in seiner Geschichte, eine Abbildung des Lebens wiederzugeben – mit allem darin enthaltenen Liebenswerten, Traurigen, Lustigen, aber auch Abschreckenden.

 

 

Informationen:

Autor: Jonathan Tropper

Verlag: Droemer Knaur

Buch: “Sieben verdammt lange Tage”, Original “This is Where I Leave You”

ISBN: 978-3-426-63743-2

448 Seiten

9,99 EURO

 

 

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