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Der Grabmal-TED ist entschieden

07.09.2012
Sieger-Grabmal verknüpft das Grab mit dem Internet
Der Grabmal-TED ist entschieden
(Foto: Henning Kaiser © DPA)

Sechs Monate lang haben Internet-Nutzer per Online-Abstimmung die beliebtesten Grabmale ermittelt. Gewonnen hat eine Arbeit mit integriertem QR-Code aus einer Kölner Steinmetzwerkstatt. Grabmale sind in verschiedensten Variationen erhältlich. Ob poliert oder mit rauen Oberflächen, mit klassischer oder moderner Formgebung, aus importierten oder heimischen Natursteinen, industriell gefertigt oder handwerklich gestaltet. Was letztendlich auf den Friedhof kommt, entscheiden die Verbraucher. Sie beeinflussen das Erscheinungsbild der Friedhöfe und setzen die Trends. Ihr Geschmack unterliegt einem ständigen Wandel.

Welche Grabmale gerade „en vogue“ sind, versuchen die Verbraucherinitiative Aeternitas und die Fachzeitschrift Naturstein regelmäßig mit dem Grabmal-TED zu ermitteln. Von März bis August dieses Jahres hat zum siebten Mal die Online-Abstimmung über das beste Grabmal stattgefunden. Grabmalschaffende haben mehr als 100 Grabmale eingesandt, aus denen eine Jury im Vorfeld 30 Exemplare für die Abstimmung ausgewählt hat.

Die Abstimmungsteilnehmer zeigten sich offen für neue Ansätze: Mehr als 27 Prozent stimmten für ein Grabmal mit eingebettetem QR-Code. Die Arbeit mit dem Titel „Das Ende des Lebens ist der Beginn der Unendlichkeit“ stammt aus der Werkstatt des Kölner Steinmetz- und Bildhauermeisters Andreas Rosenkranz. Die Stele besteht aus schwarzem Granit, als gestalterisches Element ist ein Kreuzsymbol mit eingebettetem QR-Code eingearbeitet. Die Pixelgrafik kann mit Hilfe von Smartphones bzw. Tablets ausgelesen und auf individuell gestaltete Trauerwebseiten oder andere im Internet hinterlegte Inhalte verlinkt werden.

Silber geht in diesem Jahr an Holger Ritter aus Neukirchen in Hessen für ein Gemeinschaftsgrabmal aus Belgisch Granit. Sein Beitrag „Himmel und Erde“ erreichte 12,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Mit zwölf Prozent knapp dahinter sicherte sich Henner Gräf aus Sprockhövel den dritten Platz. Der TED-Sieger des Jahres 2010 beteiligte sich mit einem Boot aus Marmor am Wettbewerb. Boote stehen in vielen Kulturen als Sinnbild für den Übergang.

Um zu zeigen, dass gute Grabmale nicht zwangsläufig teuer sein müssen, haben die Veranstalter in diesem Jahr erstmals einen Sonderpreis für gute, preisgünstige Grabmale unter 2.000 Euro ausgelobt. Über die in dieser Kategorie eingereichten Steine konnten die Internetnutzer nicht nur unter www.grabmal-ted.de, sondern auch auf der von Aeternitas geförderten Webseite www.grabmal-portal.de abstimmen. Sichern konnte sich den Sonderpreis das „ÖKOgrabmal ‚Adam und Eva’“ von Bernd Foerster aus Homberg/Efze. In der TED-Gesamtwertung lag der Beitrag mit 11,8 Prozent der Stimmen ganz knapp hinter dem Drittplatzierten auf Rang vier.

Die TED-Gewinner werden Anfang Oktober im Rahmen einer offiziellen Siegerehrung ausgezeichnet. Die nächste Abstimmungsrunde ist bereits in Planung und startet voraussichtlich im März 2013.

 

 

Informationen:

Aeternitas e.V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Alexander Helbach

Dollendorfer Straße 72
53639 Königswinter

Telefon: 0 22 44 / 92 53 85
Fax: 0 22 44 / 92 53 88

www.aeternitas.de
alexander.helbach@aeternitas.de

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