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Discount Angebote in der Bestattungsbranche

18.08.2010
Den Anforderungen der Kunden entsprochen?
Discount Angebote in der Bestattungsbranche
Wie hoch sind die Kosten für eine würdevolle Bestattung?

Wie verhält sich der Markt? Passt sich das Angebot den Wünschen und Anforderungen der Kunden an? Oder orientiert sich umgekehrt die Gesellschaft an den Angeboten der Branche? Im Internet finden sich unzählige günstige Angebote. Die aktuellsten gehen von 490,- bis 999,- Euro für eine komplette Bestattung aus. Diese Angebote sind jedoch kein Phänomen der letzten Jahre. Discount-Angebote oder „Billig-Bestattungen“, wie dieses Segment in der Branche geringschätzig benannt wird, hat es schon länger gegeben (siehe auf Stern.de aus dem Jahr 2005). Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass die Anzahl dieser Angebote steigt. Vor allem in den großen Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet oder Berlin ist die aggressive Werbung der Discounter heute gang und gäbe. Dabei ist aber auch der Verbraucher gefragt, denn nicht alle Discount-Angebote sind wirklich günstig, worauf oftmals auch im Internet hingewiesen wird.

Verbraucherschützer raten, Preise bei Bestattern zu vergleichen, da diese enorm unterschiedlich sein können. Auf der Webseite bestatter-preisvergleich.de kann sich der Kunde hier mit wenigen Klicks informieren. Der Leitspruch lautet: „Würdevolle Bestattung zu fairen Preisen“, und es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht nur „Discount-Bestattungen“ im Sortiment sind. Ob nun die Schlagworte „billig“ oder „discount“ genutzt werden, das Lockangebot ist immer nach dem gleichen Muster gestrickt, z.B.: „Bestattung ab 490,- Euro“. Dabei ist das Wort „ab“ besonders wichtig, denn ähnlich wie bei Discountern in anderen Branchen, beispielsweise Fielmann bei den Optikern, handelt es sich um ein echtes Angebot mit einem echten Preis und einer entsprechenden Leistung. Alles was noch hinzukommt, und es kommen immer Wünsche oder verpflichtende Sonderleistungen hinzu, kostet extra. Dieser Umstand wird in einem WDR-Beitrag besonders deutlich hervorgehoben.

Tatsache bleibt jedoch, dass die Zahl der Billig- und Sozialbestattungen steigt. Ein Beitrag auf tagesschau.de macht deutlich, dass bei den Sozialbestattungen am Ende der Staat, also der Steuerzahler zahlt. Bei dieser Form von Bestattungen geht es immer um das günstigste Angebot. Wie „würdig“ diese Bestattung ist, bleibt, bei den unterschiedlichsten Ausführungen der einzelnen Kommunen, dem Auge und dem Empfinden des Betrachters überlassen.

Der Verbraucher sollte mündig genug sein und sich zu Lebzeiten bereits seine Gedanken machen. Das wäre der Idealfall. Doch kommt der Tod eines Angehörigen oft überraschend – und wer beschäftigt sich schon gerne zu Lebzeiten mit diesem heiklen Thema? Somit sind viele Angehörige dem Bestatter verpflichtet, den sie zuerst kontaktieren. In der Trauer zu vergleichen und mehrere Bestattungsunternehmen aufzusuchen ist verständlicherweise nicht allzu realistisch. Somit besteht eine gesellschaftliche Grundproblematik, die der Markt aufgreift. Billig- und Sozialbestattungen sind ein wachsender Markt, also erscheinen die entsprechenden Angebote. Dem könnte eine Kampagne der Branche entgegenwirken. Gemeinsam mit den Verbraucherverbänden könnte man darüber informieren, dass eine würdevolle Bestattung nicht eine Frage des Geldes ist, sondern sich an den individuellen Wünschen der Angehörigen anlehnt. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und jeder Bestatter ist in der Lage, seine Kunden entsprechend zu beraten. Auch dies wäre ein Idealfall.

Info:

www.stern.de

www.suite101.de

www.bestatter-preisvergleich.de

www.wdr.de

www.tagesschau.de

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