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Herausforderungen für Friedhofsverwalter im 21. Jahrhundert

04.04.2012
Best Practice Beispiele zeigen Lösungen auf
Herausforderungen für Friedhofsverwalter im 21. Jahrhundert

Im Rahmen der Veranstaltung „Leben und Tod“ findet am Freitag, 11. Mai 2012 in der Messe Bremen ein Experten-Workshop zu den zentralen Veränderungen auf deutschen Friedhöfen statt, der Friedhofsverwaltern einen Überblick über die aktuellen Best Practice Beispiele bietet. Anhand wegweisender Projekte auf Friedhöfen in Bremen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe und Osnabrück werden neue Möglichkeiten zukunftsorientierter Gestaltung der ältesten Kulturdenkmäler der Menschheit aufgezeigt. Die Themen reichen von Musealisierung und Umwidmung bis hin zu neuen Konzepten und Grabformen wie Ewigkeitsgräbern. Die Vorstellungen, wie eine zeitgemäße Bestattung auszusehen hat, haben sich verändert. Viele Riten und Traditionen haben ihre gesellschaftliche Verbindlichkeit verloren. Das hat Folgen für die Beisetzungsformen, die Gestaltung der Friedhöfe und auch die Friedhofsgebühren. Durch die Zunahme der Kremationen entstehen auf vielen Friedhöfen Freiflächen, die neue Gestaltungsspielräume eröffnen. Der Workshop zeigt mit Best Practice Beispielen eine breite Palette an neuen Nutzungsmöglichkeiten auf, die sich an den veränderten Bedürfnissen der Menschen orientieren. Dabei geht es um pragmatische Lösungen ebenso wie um Visionen für eine Friedhofskultur der Zukunft. Exemplarisch für die geplante Entwidmung und Umnutzung als Grünfläche werden der Hase- und Johannisfriedhof in Osnabrück vorgestellt. Anhand dieser Friedhöfe erarbeitet zurzeit die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück ein Konzept zur nachhaltigen Nutzung dieser Kulturdenkmale mit Grünbestand. Die vorgestellten Möglichkeiten einer denkmalverträglichen Nutzung stellen zukunftweisende Vorbilder für umzuwidmende Friedhöfe dar.

 

Am Beispiel des größten Parkfriedhofs der Welt, dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf, den die Veränderungen ebenfalls betreffen, wird ein langfristig angelegter Entwicklungsplan „Ohlsdorf 2050“ vorgestellt. Fest steht, dass punktuelle Maßnahmen des Erhalts und der Entwicklung bei der Dimension des Friedhofs Ohlsdorf nicht ausreichen. Deshalb wird diskutiert, wie auf den kontinuierlichen Rückgang der Belegung angemessen reagiert werden kann, welche Risiken und Chancen die Umwandlung des Parkfriedhofs in einen Park mit Friedhofsanteilen birgt und welche Weichenstellungen schon heute zum langfristigen Erhalt von morgen notwendig sind.

 

Anhand der Strategien zur Friedhofsentwicklung in Hannover wird gezeigt, wie es gelingen kann, die Menschen mit attraktiven Angeboten für Friedhöfe neu zu interessieren. Dabei reichen die Anregungen von „Räumen der Stille“ bis zu außergewöhnlichen Ausstellungen in Krematorien, mit denen vermeintlich aussterbende Orte zu neuer Lebendigkeit erweckt werden können. Zu guter letzt zeigt der Friedhof Karlsruhe, welche weiteren Konzepte zur Verfügung stehen können, um die zur Verfügung stehenden Flächen sinnvoll weiter nutzen zu können.

 

 

Informationen:

Experten Workshop „Strategien für die Nutzung von Friedhofsüberhangflächen sowie entwidmeter Friedhöfe“

Termin: Freitag, 11. Mai 2012

Ort: Halle 4.1, Messe Bremen

Kosten: 149,- Euro inkl. MwSt.

Leistungen: Tagesveranstaltung inkl. Catering, Zutritt zur Veranstaltung „Leben und Tod“

 

Anmeldung:

BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Tagungsbüro LEBEN UND TOD

Frau Lieske Fieblinger

Findorffstr. 105

28215 Bremen

Fax: 0421 30 800 89

Tel.: 0421 30 800 18

E-Mail: fieblinger@bremen-tourism.de

 

Die dritte „Leben und Tod“ findet am 10. und 11. Mai in der Halle 4 der Messe Bremen statt.

Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, Preis: 8 Euro, Fachteilnehmer finden die gestaffelten Preise im

Internet unter www.leben-und-tod.de

 

 

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