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Hessisches Bestattungsgewerbe verurteilt „Gießener Grabraub“

25.02.2014
Hubing: Kriminelle Machenschaften eines Einzelnen bringen gesamte Branche in Misskredit
Hessisches Bestattungsgewerbe verurteilt „Gießener Grabraub“
Hermann Hubing, Geschäftsführer DIB

Als Katastrophe für das Image der gesamten Branche wertet Hermann Hubing, Geschäftsführer von hessenBestatter, dem Landesinnungsverband für das hessische Bestattungsgewerbe, die kriminellen Machenschaften eines Mitarbeiters eines im Kreis Gießen ansässigen Bestattungsunternehmens.

„Gerade die Tätigkeit des Bestatters als Ansprechpartner der Hinterbliebenen in einer emotional äußerst schwierigen Situation setzt neben der unerlässlichen Fachkenntnis auch ein hohes Maß an moralischer Integrität voraus“, so Hubing. Die Angehörigen müssten sich auf den Bestatter verlassen und ihm fast blind vertrauen können. Daher seien Vorkommnisse wie der „Gießener Grabraub“ nicht nur unter strafrechtlichen Gesichtspunkten, sondern vor allem auch unter moralischen Aspekten in höchstem Maße verwerflich. Der betroffene Bestatter müsse sich fragen lassen, ob er bei der Wahl seiner Mitarbeiter die notwendige Sorgfaltspflicht habe walten lassen und welche persönlichen und arbeitsrechtlichen Konsequenzen er aus dem Vorfall gezogen habe. Hubing hoffte, dass bald im Rahmen des Prozesses der Namen des betroffenen „Kollegen“ öffentlich bekannt werde, um den Verdacht von übrigen Bestattern abzuwenden.

Hubing appellierte an die Bevölkerung, auf Grund dieses skandalösen Vorfalls nicht die gesamte Branche unter Generalverdacht zu stellen: „99,9 % der Bestatter sind seriös und auch in schweren Stunden vertrauenswürdig – aber ‚schwarze Schafe‘ gibt es leider überall und es ist auch Aufgabe der Verbände, diese an den Pranger zu stellen, um Schaden von dem Gewerbe abzuwenden“. Das hessische Bestattungsgewerbe – so Hubing abschließend – werde sich im Rahmen des 10. Hessischen Bestattertages am 12. April 2014 in den Gießener Hessenhallen intensiv mit der Frage von Berufszulassungsvoraussetzungen für das Bestattungsgewerbe beschäftigen – „es kann nicht sein, dass heutzutage jeder Hinz und Kunz ohne jegliche Sachkompetenz und moralischer Integrität als Bestatter tätig werden kann“.

 

Informationen:

www.bestattergewerbe.de

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