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Interview mit Dr. Rolf Lichtner

16.06.2010
"Was man sehen konnte, gibt Mut für die Zukunft"
Interview mit Dr. Rolf Lichtner
Dr. Rolf Lichtner im Interview

Anlässlich der BEFA 2010 stellte sich der Generalsekretär des BDB, Dr. Rolf Lichtner, den Fragen von Adeo-Online. Wie kam die Messe an und wo steht die Branche? Das Interview führte Bruno Vinschen (@Vinschen).

@Vinschen: Herr Dr. Lichtner, die Zeit vor dem 13. Mai war sicher sehr stressig. Ich habe gehört, dass die BEFA 2010 nahezu zwei Jahre Vorbereitungszeit brauchte.

Dr. Rolf Lichtner: Eine langfristige Planung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Messeveranstaltung für Aussteller und Veranstalter. Durch das Angebot der BEFA, mit einer frühen Buchung den finanziellen Aufwand für die Aussteller zu verringern und dem Veranstalter Planungssicherheit zu geben, sind wir gut aufgestellt. Das Team, das die Vorbereitung der Messe bewältigt, wächst zum Veranstaltungszeitpunkt hin; auf diese Weise wird den unterschiedlich intensiven Anforderungen Rechnung getragen. Da dies als zusätzliche Arbeit zum Tagesgeschäft unserer Organisationen zu leisten ist, fordert die Vorbereitung der Messe das Veranstalterteam in besonderem Maße heraus; umso schöner, wenn die Mühen in Erfolg umgesetzt werden können.

@Vinschen: Die BEFA 2010 hat sich in einem ganz anderen Licht präsentiert. „Bunt“ war sie angekündigt und „bunt“ sollte sie sein. Was bedeutet dieses „bunt“? War die Messe lebendig und zukunftsweisend?

Dr. Rolf Lichtner: Die Bestattungsbranche ist innovativ und gestalterisch gefordert. Wir haben versucht, dies im Messelayout der BEFA 2010 mit frischen Farben erkennbar werden zu lassen. Im Kontrast dazu zeigten die sehr gelobten Präsentationen zu Grabkreuzen und Trauerkleidern Aspekte der kulturellen Verwurzelung der Branche. Die Zukunftsthemen der Branche, wie Ökologie, zeitgemäße Gestaltung des Abschieds und technische Entwicklung der Ausstattung des Bestatters, waren spürbar präsent.

Die Messe wurde „bunt“ angekündigt

@Vinschen: Wenn man die Messen der letzten zehn Jahre besucht hat, so haben sich doch einige Aussteller mit ihren Messeständen richtig was einfallen lassen, andere wiederum blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück, wieder andere haben nicht die Möglichkeiten, sind aber extrem kreativ. Kann man nach den Messeauftritten bei der BEFA 2010 die Branche beurteilen?

Dr. Rolf Lichtner: Bei der BEFA waren alle namhaften Hersteller national und europäisch vertreten. Die Produktpalette war weit gespannt. Den größten Beitrag zum Erscheinungsbild der Messe haben unsere Aussteller geleistet, die weit überwiegend mit vielen Ideen tolle Stände präsentiert haben. Von den Fachbesuchern wurde dies mit zahlreichen Aufträgen honoriert. Die BEFA hat sich als Spiegel der Branche präsentiert und was man sehen konnte, gibt Mut für die Zukunft.

@Vinschen: Herr Dr. Lichtner, können Sie Kritik vertragen?

Dr. Rolf Lichtner: Konstruktive Kritik ist eine notwendige Quelle der Erkenntnis, die übrige ertrage ich.

@Vinschen: Die Halle 14 war gut aufgeteilt, aber in Halle 13 wurde es nach hinten doch sehr kleinteilig. „Bunt“ wäre es doch gewesen, wenn die kleinen Aussteller immer wieder zwischen den großen zu finden gewesen wären. Ich hatte den Eindruck, dass die Besucher in der Halle 13 nach hinten raus das Interesse verloren haben, oder irre ich mich?

Dr. Rolf Lichtner: Unsere Messeplanung hatte zum Ziel, nicht nur die präsentierte Produktpalette in den einzelnen Ausstellerkategorien zu durchmischen, sondern auch große und kleine Ausstellungsflächen zu kombinieren. Dies gilt für beide Ausstellungshallen und ist uns im Wesentlichen gelungen. Die Halle 13 hatte zusätzliche Attraktivität durch den Schwerpunkt der Ausstellung, die Trauerkleider und die Präsentation historischer Bestattungsfahrzeuge. Unsere rund 10.200 Besucher sind zumindest einen halben Tag anwesend und können in dieser Zeit die Messe in Gänze erwandern. Aber es gibt sicherlich Möglichkeiten, die Messefläche in Halle 13 durch ein engeres Zusammenschließen der Stände noch attraktiver zu machen. Wir werden das im Jahr 2015 berücksichtigen.

Gelungener Messeauftritt - der Mitarbeiter steht im Fokus

@Vinschen: Eine Frage hätte ich noch – wie viele Kinder haben das BEFA-Kinderparadies besucht? Haben sie auch dafür eine Zahl?
Dr. Rolf Lichtner: Das BEFA-Kinderparadies haben wir erstmalig eingeplant, es war dank der guten Planung und engagierten Betreuung durch unsere nachwuchserfahrenen Mitarbeiterinnen ein voller Erfolg. An den drei Messetagen haben wir rund 60 Kinder in Obhut genommen. Und mit der Nähe zum Veranstaltungsforum hatte der Nachwuchs die Möglichkeit, sich nachhaltig zu artikulieren; mir wurde berichtet, dass davon Gebrauch gemacht wurde.

@Vinschen: Herr Dr. Lichtner, ich bedanke mich für das Interview.

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1 Kommentar
  1. unerträgliches werbegeschwätz

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