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Messe „Leben und Tod“ bricht mit Tabu und sorgt für Gesprächsstoff

28.04.2011
„Leben und Tod“ vom 12. bis 13. Mai in Bremen
Messe „Leben und Tod“ bricht mit Tabu und sorgt für Gesprächsstoff
Die Messe findet nach 2010 zum zweiten mal statt.

„Als wir zum ersten Mal die Messe „Leben und Tod“ hier in Bremen veranstaltet haben, begaben wir uns auf unbekanntes Terrain. Fachmedien, Besucher und Aussteller bescheinigten uns einigen Mut, mit diesem Thema ein neues Forum schaffen zu wollen. Tatsächlich kamen an die 2.000 Menschen, um sich bei den rund 60 Ausstellern Informationen zu holen, sich Vorträge anzuhören und um letzte Dinge in guten Zeiten zu regeln. Der Zuspruch hat nicht nur uns Mut gemacht: An die 90 Aussteller haben sich zur zweiten Auflage angemeldet, und auch die Nachfrage auf der Besucherseite ist jetzt schon deutlich spürbar“, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen, die die „Leben und Tod“ vom 12. bis 13. Mai in der Halle 4 veranstaltet. Für den Freitag hat sich honoriger Besuch hat sich angesagt – Der Vortrag von Frau Dr. Margot Käßmann unter dem Titel „Alles hat seine Zeit – Ethische Fragen am Lebensende“ sorgt schon jetzt für viele Nachfragen.

Eigentlich ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft – der eigene Tod oder der eines geliebten Angehörigen. Die norddeutsche Messe „Leben und Tod“ bricht mit diesem Tabu und sorgt für Gesprächsstoff – und zwar miteinander. Angehörige, Betroffene, Menschen in medizinischen, pflegerischen, seelsorgerischen Berufen oder Mitarbeiter von Hospizdiensten sowie Aussteller, die mit den verschiedensten Hilfsangeboten und Produkten vor Ort sind, finden sich auf der Veranstaltung „Leben und Tod“ zusammen, die teilweise parallel zum Bremer Pflegekongress in der Messe Bremen stattfindet.

 

 

"Der Tod gehört zum Leben" (Foto: Messe Bremen / Jan Rathke)

 

Das Angebot ist umfassend. Zum einen steht für die Fachleute der Netzwerk-Charakter im Vordergrund: Verbände, Institutionen und Anbieter informieren hier über ihre Arbeit und werben auch für sich als Arbeitgeber. „Hier werden neue Kontakte geknüpft und alte aufgefrischt, sowie aktuelle Themen diskutiert“, weiß Projektleiterin Meike Wengler. Wer sich als Fachteilnehmer beim Vortragsprogramm anmeldet, kann außerdem wertvolle Pflegepunkte sammeln. Fachbesucher profitieren des Weiteren von dem parallel stattfindenden Pflegekongress, denn ausgesuchte Vorträge, die hier angeboten werden, dürfen kostenlos besucht werden. „Die Leben und Tod“ bietet Beiträge wie die von Dr. Erhard Weiher „Spirituelle Begleitung von Sterbenden – wie geht das konkret“ oder „Trauer als Ressource – Zum Umgang mit Trauererfahrung im Arbeitsalltag“ vom Lotsenhaus Hamburg.

Interessierte können sich im Rahmen der „Leben und Tod“ nicht nur über aktuelle Themen wie die Patientenverfügung informieren, sondern auch ganz unverbindlich viele Fragen klären und sich selbst ein Bild machen. „Wer geht schon bei einem Bestatter vorbei oder spricht mit Mitarbeiterinnen eines Hospizes? Hier ist alles vor Ort und man kann sich in Ruhe informieren und Ansprechpartner finden“, erläutert die Projektleiterin Meike Wengler die guten Gründe, die für einen Besuch der „Leben und Tod“ sprechen. „Ganz wichtig ist uns eine angenehme Atmosphäre und Ruhe für intensive Gespräche. Das schätzen sowohl die Fachleute und Aussteller als auch die Privatbesucher“ so Wengler. Und es darf auch gelacht werden: Die Karikaturenausstellung des an Krebs verstorbenen Karl-Horst Möhl lädt ein, sich dem traurigen Thema von einer anderen Seite zu nähern. Auch das gemeinsame Projekt mit Trauerland, in dem 140 Grundschulkinder auf der Veranstaltung lesen, basteln und malen, bringt eine gewisse Leichtigkeit mit sich. „Wir nehmen den Titel der Veranstaltung wörtlich: Denn das Leben und der Tod gehören zusammen“.

Die zweite „Leben und Tod“ findet am 12. und 13. Mai in der Halle 4 der Messe Bremen statt. Auf der „Leben und Tod“ stellen ambulante und stationäre Hospizdienste, Altenpflegedienste und -heime, Bestattungsunternehmen, Friedhofsgärtnereien, Versicherungen, Selbsthilfegruppen, Vereine und Verbände aus. Dabei sind aber auch Kirchen und Glaubensgemeinschaften, es gibt Kunst, Literatur und vieles mehr.

 

Infos:

www.lebenundtod-bremen.de

Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, Preis: 8 Euro, Fachteilnehmer finden die gestaffelten Preise im Internet

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