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Must-have oder Hype? – Social Media für Bestatter

15.07.2014
Ein Blogbeitrag von Birgit Aurelia Janetzky
Must-have oder Hype? – Social Media für Bestatter
(Foto: Vinschen)

Ist es nur ein Hype, der das Thema „Social Media für Bestatter“ durch die Branchenblätter jagt. Oder ist es ein dringliches Thema, das die Zukunft von Bestattungsunternehmen mitbestimmt? Wer anfängt, sich mit Social Media zu beschäftigen, hört als erstes „wer auch in Zukunft erfolgreich sein will, braucht eine Facebookseite“. Dabei gibt es viele andere Kanäle, die vielleicht für die eigene Strategie viel besser geeignet sind. Welche der Kanäle kommen in Frage? Welche sind  für das eigene Unternehmen besonders wichtig? Welche werden vielleicht in Zukunft wichtig sein?

Social Media wird tatsächliche immer mehr zu einem Must-have. Mit dem Überblick über verschiedene Social-Media-Kanäle können Sie neue Online-Plattformen in den Blick nehmen. Ein – wie ich finde – gut gelungenes Profil aus der Bestattungsbranche stelle ich jeweils am Ende vor.

FACEBOOK
Ist das weltweit größtes Soziales Netzwerk (über 1 Milliarde aktive Nutzer). Der Aufwand für das Einrichten ist gering. Accounts und Fanpage sind kostenlos, Werbeanzeigen sind kostenpflichtig. Informationen können unkompliziert veröffentlicht und verbreitet werden.Facebook ist ein wertvolles Instrument um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Feedback auf Fragen kommt schnell, vor allem in den Gruppen. Dabei muss man sich auf teilweise raue  Kommentare einstellen. Gezielt eingesetzte Inhalte können Neukunden auf das eigene Angebot aufmerksam machen, bestehende Kunden stärker binden und in einen Dialog mit dem Unternehmen führen.

Fazit: Aufgrund der hohen Reichweite und den vielfältigen Möglichkeiten ist Facebook momentan für die meisten Selbstständigen attraktiv. Es ist ein sehr aktives Netzwerk, das Aufmerksamkeit und aktive Teilnahme erfordert.
Internet: www.facebook.com
Best Practice: Bestattungen Rolf   – Regelmäßige Beiträge, viele Beispiele aus der Praxis, gewürzt mit klaren Worten zu manchen Gepflogenheiten in der Branche. Nicht umsonst hat Barbara Rolf den Award „Bestatter des Jahres 2013“ im Rahmen des Deutschen Bestatter Kongresses verliehen bekommen.

TWITTER
Twitter ist ein kostenfreier Microblogging-Dienst. Die Beiträge dürfen bis zu 140 Zeichen haben. Sie werden in einer Timeline dargestellt. Interessanten Twitterern folgt man. Andere Twitterer, die ihre Beiträge (Tweets) gut finden, folgen Ihnen. Durch Weiterverteilen (Retweet), Favorisieren und Hashtags (Keywords mit Raute, z.B. #Trauer) ist Twitter ein sehr vernetztes Medium. Der Aufwand für das Einrichten ist gering, die Pflege ist aufwendiger. Wer regelmäßig und mit einer relativ hohen Schlagzahl Nachrichten verbreiten will, kann per Twitter besonders unkompliziert nach außen kommunizieren. Twitter lässt sich mit externen Tools komfortabel verwalten. Der Schwerpunkt liegt bei der mobilen Nutzung.

Fazit: Twittermeldungen werden häufig in Presse-Artikeln zitiert, Der größte Vorteil dieses Social-Media-Kanals ist die Möglichkeit, kurze Nachrichten oder Links schnell zu verbreiten.
Internet:www.twitter.com
Best Practice: Aspetos – Da auf Twitter sehr wenige aus der Branche vertreten sind, fällt Aspetos hier auf, durch sein frühes Engagement (seit 2009) und die Regelmäßigkeit (es werden vor allem die Beiträge auf der eigenen Plattform verlinkt). Die Nutzung ist noch ausbaufähig mit Nutzung von #hashtag.

GOOGLE+
Wird oft als das unnötiges Double zu Facebook angesehen. Zwar sind dort nicht viele Endkunden vertreten, dafür sind aber Branchenpartner und Medienvertreter bei Google+ zu finden. Die Nutzergruppen kann man Kreisen zuordnen. Kreise kann man gezielt mit Informationen versorgen. Die Einrichtung ist unkompliziert, allerdings nur in Verbindung mit einem Google-Account. Dafür ist Google+ mit weiteren Google-Diensten gut verknüpft. Mit „Hangout“ lassen sich Meetings organisieren und Präsentationen abhalten. Ein Account bietet Vorteile beim Google-Ranking. Inhalte auf Google+ werden von Googles Suchmaschinen besser gefunden. 

Fazit:Auf Google+ vertreten zu sein, kann schon allein wegen des besseren Rankings in der Suchmaschine interessant sein.
Internet: plus.google.com
Best Practice: Tod und Trauer 2.0 – Hannelore Becker, Online-Fachfrau für Marketing bestückt ihre Seite auf Google+ regelmäßig mit gehaltvollen Verlinkungen zum Thema.

XING
Das Business-Netzwerk vernetzt vor allem Berufstätige, auch viele kleine und mittlere Unternehmen. Es ist gut geeignet für Jobsuche, Jobangebote, Aufträge, Kooperationen und fachlichen Austausch (über 50.000 Fachgruppen). Interessant sind auch die Xing-Events und die Detailsuche. Es gibt einen kostenlosen Basis-Account, eine Premium-Mitgliedschaft gibt es ab 4,85 Euro pro Monat. Wer sich am Anfang Zeit für das korrekte Ausfüllen des Profils und eines Portfolios nimmt, erhöht seine Chancen.

Fazit:Professioneller und seriöser Austausch durch das geschäftliche Umfeld und Menschen, die mit ihrem echten Namen und Gesichtern unterwegs sind. Xing ist nur sinnvoll mit einem Premiumaccount zu nutzen.
Internet: www.xing.com
Best Practice: Klaus Wagner – Bestattungen Wagner und Loew – Sein kontinuierlicher Einsatz als Administrator der Fachgruppe Bestatter&Bestattungskultur bringt ihm Bekanntheit und eine gute Vernetzung.

LINKEDIN
Linkedin ist wie Xing ein berufliches Netzwerk, allerdings mit internationaler Reichweite. Ein Basis-Account ist kostenlos, eine Premium-Mitgliedschaft gibt es ab 14,95 Euro monatlich. Hier können vor allem geschäftliche Kontakte und Kontakte zu Experten aufgebaut werden, vor allem im internationalen Bereich. Zur Kundenansprache eignet sich Linkedin nicht.

Fazit: Ähnlich wie auf Xing ist eine sinnvolle Nutzung nur mit einem Premium-Account möglich, der recht teuer ausfällt. Branchenspezifisch ist kaum Bewegung auf der Plattform, sodass es sich ein Profil dort kaum lohnen dürfte.
Internet: www.linkedin.com
Best Practice: Hier kann ich nicht wirklich ein Profil benennen, denn keines der Profil aus der Branche hat mehr als 50 Kontakte oder ist mit regelmäßigen Beiträgen vertreten.

Must-have oder Hype ? – Social Media für Bestatter
Nicht jeder Unternehmer muss auf den Social Media Zug aufspringen. Mitfahren macht nur Sinn, wenn vorher eine Strategie erstellt wurde, die die passenden Social-Media-Kanäle prüft und sich bewusst für einzelne Plattformen entscheidet. Die Eingangsfrage beantworte ich mit einem klaren „Es kommt drauf an.“ Wer mit dem Gedanken spielt, in Social Media selbst aktiv zu werden, sollte zunächst einige Zeit die Aktivitäten anderer beobachten, sich beraten und in der Strategieplanung unterstützen lassen.

In den Kommentaren können Sie gerne noch weitere Best Practice Profile ergänzen.
Der zweite Teil der Vorstellung verschiedener Social Media Kanäle folgt im August mit YouTube, Pinterest, Instagram, Flickr, Tumblr und Foursquare.

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1 Kommentar
  1. Vielen Dank, liebe Frau Janetzky,
    ich kann Ihre Ausführungen aus meiner Erfahrung nur unterstreichen.

    liebe Grüße,

    Bettina Ulitzka, Das Herzlicht

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