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Ruhestätte im Schiffsbauch – Neue Grabanlage in Gröbers eingeweiht

06.06.2013
"Wir legen sehr viel Wert auf Grabanlagen, die eine tiefere Bedeutung tragen"
Ruhestätte im Schiffsbauch – Neue Grabanlage in Gröbers eingeweiht

Über die Adaption vorchristlicher Grabkulturen aus dem skandinavischen Raum bereiten die Geschäftsführer des Flamariums neuen Beisetzungsmöglichkeiten den Weg. Dies alles mit dem Ziel, Alternativen zur grünen Wiese anzubieten, Vielfalt zu schaffen und Gedenken am Grab zu ermöglichen.

Es ist schon eine merkwürdige Idee, ein Schiff auf braches Land zu legen. Ein Schiff in Sachsen-Anhalt, in der Mitte Deutschlands, an einem Ort, der vom Meer so weit entfernt ist, wie von den Alpen. Doch vielleicht braucht es diese Ideen, um Menschen die Möglichkeiten moderner Bestattungskultur nahe zu bringen.

Gleich neben der Grabanlage Ambers Ruh erhebt sich das 20 Meter lange Schiff, das aus riesigen Findlingen nachgebildet wurde. Der größte Stein am Bug ist 1,10 Meter hoch. Der Bauch des Schiffes wurde mit Erde angefüllt und ist von einer gleichmäßigen Rasenfläche bedeckt unter der zukünftig Urnen beigesetzt werden können. Am Rand wird es Tafeln für die Namen der Verstorbenen und Erinnerungsinseln für Blumen und Andenken geben. „Wir legen sehr viel Wert auf Grabanlagen, die eine tiefere Bedeutung tragen. Das Schiff schützt den Fischer vor den Wellen des Meeres und trägt ihn, wohin er will. Dieses Bild übersetzen wir in die Kultur der letzten Stätte – das Schiff trägt über den Fluss des Lebens, den Wind in den Segeln bewahrt es die Erinnerungen an die Angehörigen, hier an diesem Ort .“ sagt Juliane Uhl, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Flamariums.

Am 29. Mai wurde die neue Grabanlage auf dem Friedhof Am Flamarium in Osmünde eingeweiht. Mit der Schiffssetzung, in der Urnen beigesetzt werden können, bietet der Friedhof eine weitere Alternative zur grünen Wiese. Im Rahmen der Einweihung wurde eine Zeitkapsel in der Anlage versenkt. Neben einer tagesaktuellen Zeitung und einem Foto aller Anwesenden enthält diese einen Segenswunsch für die Angehörigen der Verstorbenen, die zukünftig im Bauch des Schiffes beigesetzt werden.

Mit der Schiffssetzung, die auf eine vorchristliche Tradition zurückgeht, beschließen die Geschäftsführer des Flamariums, Frank Pasic und Michael Kriebel, ein Konzept, das mit der Feierhalle begonnen hat. Die blaue Installation „Der letzte Hafen auf Erden“ des schwedischen Glaskünstlers Bertil Vallien markiert den Anfang des nordisch-inspirierten Weges des Flamariums. Der in Glas angedeutete Fluss des Lebens beginnt in der Halle und setzt sich auf dem Friedhof fort. Das Schiff alsletzte Station schließt an die bestehenden Bilder an und schafft einen neuen Raum für moderne Bestattungskultur.

 

Informationen:

Flamarium Saalkreis GmbH & Co KG
www.flamarium.de

Pressekontakt
Juliane Uhl
juliane.uhl@flamarium.de
Tel.: 0345/520 82 11

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