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Selbstbestimmt leben, fremdbestimmt sterben

25.07.2012
Diskussion im Deutschlandradio Kultur
Selbstbestimmt leben, fremdbestimmt sterben

Wer entscheidet über Leben und Tod? Was spricht für eine Sterbehilfe, was dagegen und ist sie mit der Würde des Menschen vereinbar?
Über diese Fragen diskutierten Professor Klaus Feldmann, Fritz Roth, Professor Eberhard Schockenhoff und Thomas Sitte am 20. Juli im Deutschlandradio Kultur.

Zu Beginn der Sendung schildert ein ehemaliger Anästhesist der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit, wie ein sterbenskranker Mann seinen eigenen Tod initiiert und gefeiert hat – der Tod als Event?
Professor Eberhard Schockenhoff, Moraltheologe der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Mitglied des Deutschen Ethikrates, spricht sich gegen eine solche Selbstbestimmung aus: „Der Tod an sich ist schon etwas Fremdbestimmtes“, sagt er. Der Soziologe und Sozialpsychologe Professor Klaus Feldmann hingegen sieht in diesem Beispiel ein Zeichen hin zu einer „Kultivierung des selbstbestimmten Sterbens“. Der bekannte Bestatter Fritz Roth, der dieses Jahr selbst an Krebs erkrankt ist, hält es für etwas Natürliches, dass man das Leben feiert – warum dann nicht auch das Sterben, gehört es doch zum Leben dazu. Fritz Roth ist der Meinung, dass der Tod wieder die Natürlichkeit erhalten sollte, die er verdient. Auch der Vorstandsvorsitzende Deutsche PalliativStiftung, Thomas Sitte, sieht im Tod einen wichtigen Übergang vom Diesseits ins Jenseits: „Das Sterben gehört zum Leben und kann sehr bedrückend, aber auch schön sein“, sagt er.

Die überaus anregende, fachlich hochwertige und interessante Diskussion wurde von Birgit Kolkmann moderiert.

 

Hier geht es zur Radiosendung: Selbstbestimmt leben, fremdbestimmt sterben

 

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