Bestellen Sie hier unseren Newsletter

Social Media für das Unternehmen nutzen – Teil 4

12.11.2013
Ein Blogbeitrag von Birgit Aurelia Janetzky
Social Media für das Unternehmen nutzen – Teil 4

Der Bestatterkongress 2013 hat gezeigt: das Thema Social Media ist im Bestattungsgewerbe angekommen. Wer den Weg nach Königswinter nicht gefunden hat, findet Eindrücke von der Veranstaltung hier auf adeo-online verlinkt. In der Folge wird sich der eine oder die andere fragen, ob das eigene Bestattungshaus nicht auch in den Social Media Kanälen vertreten sein sollte. Je mehr über das Thema geschrieben wird, je mehr Bestatter auf den Zug aufspringen, desto größer ist der Sog, selbst aktiv zu werden. Sinnvoll ist es, im Vorfeld sind einige wichtige Fragen zu klären.

1. Verstehen, was Social Media ist

Im Unterschied zum Online Marketing zielt Social-Media-Marketing nicht auf einen kurzfristigen Gewinn, sondern auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Nicht darauf, Umsätze zu generieren, sondern das eigene Image zu pflegen, mit (potentiellen) Kunden ins Gespräch zu kommen, ein Netzwerk aufzubauen und die Unternehmenskultur zu fördern. Unter Online-Marketing werden Maßnahmen zusammengefasst, für die wie bei der Printwerbung Geld gezahlt wird, jetzt im neuen oder zusätzlichen Kanal Internet. Google Adwords Kampagnen gehören genauso dazu wie Werbeanzeigen auf Facebook oder Bannerwerbung. Sie alle haben die Umsatzsteigerung im Blick.

Anders auf den Social-Media-Kanälen. Hier können die Kontakte auf Facebook, Xing, Twitter oder dem eigenen Block wertvolle Hinweise geben, wie man das eigene Unternehmen optimieren und das Angebot kundenfreundlicher gestalten kann. Natürlich nur, wenn man Einblicke ins eigene Unternehmen gibt, die Menschen fragt und ihre Antworten ernst nimmt.

2. Die häufigste Frage: Muss das sein?

In zahlreichen Gesprächen mit Bestatterinnen und Bestattern wird früher oder später die Frage gestellt: „Muss das sein?“ Natürlich müssen Social-Media-Aktivitäten nicht sein. Aufschwätzen muss man Social Media als „Must have“ niemandem. Aber es lohnt sich, zumindest zu überprüfen ob und wenn ja in welchem Umfang und mit welchen Rahmenbedingungen ein Einstieg in Social Media sinnvoll ist.

3. Die Bedenken ernst nehmen

Nur wer die Bedenken ernst nimmt, kann eine sinnvolle Strategie erarbeiten. Die häufigsten Fragen hinter dem „Muss das sein?“ sind:

  • Lenkt mich Social Media nicht nur von meiner eigentlichen Arbeit ab?
  • Suchen uns unsere Kunden überhaupt im Internet?
  • Social Media Plattformen verändert sich so schnell. Überfordere ich mich nicht damit, ständig auf dem aktuellen Stand sein zu wollen?
  • Für andere mag Social Media ja Sinn machen, aber mit Artikeln über Tod und Trauer will doch niemand ständig belästigt werden.

4. Strategien für Social Media

Ob Social-Media für das Unternehmen Sinn macht kann in kurzer Zeit geprüft werden. Der Fokus einer Strategieentwicklung ist eine effektive Vorgehensweise, die Erfolge bringt und nicht zum Zeitfresser wird. Das Ergebnis sind klare Entscheidungen.

Wichtige Fragen dabei sind:

  • Welche Ziele verfolge ich?
  • Welche Zielgruppe(n) spreche ich an?
  • Welche Bedürfnisse haben die Menschen meiner Zielgruppe(n)?
  • Welche Inhalte nehme ich zum Schwerpunkt?
  • Welche Social-Media-Kanäle will ich einsetzen?
  • Mit welchem Arbeitsaufwand muss ich rechnen?
  • Wer macht es und welche Kompetenzen braucht die Person?
  • Welches Controlling setze ich ein?
  • Und: wie macht das Ganze noch Spaß?

Liebe Leserinnen und Leser, nehmen Sie sich für einen Moment Zeit, die Frage „Muss das sein?“ durch die Frage „Darf das sein?“ zu ersetzen. Erlauben Sie sich, nicht sofort die Schotten dicht zu machen, weil mehr Arbeit droht. Social Media ist eine Chance die Unternehmenskommunikation zu erweitern, interessante Menschen kennen zu lernen und neue Impulse für das eigene Unternehmen zu setzen.

(Dieser Artikel ist Teil 4 einer Artikelserie, in der es um die Regelungen bei Nutzerkonten des Unternehmens im Internet geht.)

 

Artikel Bewerten: Social:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(keine Bewertung abgegeben)
Loading...
6 Kommentare
  1. Es lohnt sich, die Anregung von Birgit Janetzky, Fragen einmal anders zu stellen, spielerisch aufzugreifen. Fragen Sie nicht „ob“, sondern „wie“ und Sie werden staunen, wie sich der Blick weitet. Tauschen Sie sich mit Menschen aus, welche Lieblings-App sie haben, wie sie die Social Media nutzen oder was ihre schönste Erfahrung mit den Social Media war. Sie werden staunen, was Sie alles zu hören bekommen werden. Besonders gern spreche ich Menschen mit ihrem Smartphone in der Hand an, wenn ich irgendwo in der Schlange stehe.
    Eine meiner schönsten Erfahrungen in diesem Jahr war, als ich mich über Facebook auf dem Frankfurter Flughafen mit einem Taxifahrer auf Sri Lanka für eine Rundfahrt auf der Insel verabredet habe. In solchen Momenten wird die Welt zu einem digitalen Dorf. Also: Viel Spaß! Ach ja, letzte Frage: Was war Ihr schönsten Erlebnis mit den Social Media?

  2. Die Frage nach dem „Wie“ ermöglicht sicher neue Perspektiven. Die Frage, ob eine Bestatterin oder ein Bestatter Social Media nutzt, ist vorher zu klären. Um sich entscheiden zu können, ist es allerdings wichtig, sich vorher mit den Möglichkeiten, Grenzen und Anforderungen zu beschäftigen – also doch mit dem Wie. Wie geht das? Wieviel Spaß macht mir das? Wie fange ich an?
    Meine Lieblings-App ist übrigens die von der Bahn, Damit kann ich sehen, dass der Anschlusszug auch verspätet ist wie der, in dem ich sitze. Und ich muss beim Umsteigen nicht rennen.

  3. Social Media als Kommunikationsplattform nutzen.
    Wir machen nur gute Erfahrungen mit dieser Kommunikationsmöglichkeit. Bei Facebook und anderen Social Media Diensten habe wir die Möglichkeit einem interessierten Kreis die Kontaktangst mit dem Bestattungsunternehmen zu nehmen, informative Artikel zu posten, Fragen zu beantworten und das Unternehmen vorzustellen.
    Als Bestattungsunternehmen mit der Zeit gehen, und sich den Herausforderungen der Kommunikationsmöglichkeiten des Internets stellen, es lohnt sich.

    von Bestattungen Manuela Pipke
    in Lüdenscheid und Halver

  4. Liebe Frau Pipke,
    mich interessiert, wie Sie es angegangen sind. Haben Sie sich eine Strategie überlegt oder einfach mal losgelegt? Schreiben Sie zu festen Zeiten oder wenn gerade mal ein bißchen Zeit ist? Was interessiert Ihre Leserinnen und Leser am meisten, welche Inhalte lösen Reaktionen aus?
    Vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen beschreiben und so vielleicht anderen die Hürde niedriger setzen, sich auch mit Social Media zu beschäftigen.
    beste Grüße,
    Birgit Aurelia Janetzky

  5. Liebe Frau Janetzky,
    durch den Umgang mit Angehörigen oder Hinterbliebenen erfährt man im persönlichen Gespräch, wo Informatiosbedarf besteht. Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht Interessierten eine Informationsquelle anzubieten, ohne dass sie den Weg in das Bestattungsunternehmen wählen müssen. Bei vielen besteht da eine Art der Kontaktangst, oder „einen Bestatter brauche ich erst bei einem Trauerfall“. Die Social Media-Möglichkeiten bieten hier dem Suchenden die Kontaktaufnahme durch das Internet. Wir bemühen uns Fragen über Tod, Trauer, Abschied, Krematorium usw., schnell,ausführlich und persönlich zu beantworten. Wir veröffentlichen Artikel, wo wir durch die Fragen, die in einem Trauergespräch aufkommen, ein breites Interesse feststellen. Aber nicht nur ernste Themen spielen bei uns eine Rolle. Den traurigen Hintergrund einer Site für Bestattungsunternehmen lockern wir ein wenig durch andere Themen, wie z. B. den „schwarzen Humor“ auf, dies ist zwar eine Gradwanderung, weil hier die Gefahr besteht, dass diese Art von Humor falsch verstanden wird, aber in der richtigen Dosierung und selektiert, haben wir nur positive Rückmeldungen.
    Durch die Ergebnisse von Umfragen können wir unser Betätigungsfeld strukturieren. Aber auch der Werbeeffekt von Social-Media ist nicht zu vernachlässigen, man bleibt als Bestattungsunternehmen im Gespräch. Die Zeiten, wo ein Bestattungsunternehmen ein sog. Selbstläufer war sind vorbei. Mit Zeit gehen, und die Möglichkeiten des Internets nutzen. Wir haben keine festen Zeiten für die Pflege von Social-Media-Kontakten. Kontinuität ist aber sehr wichtig.

    von Bestattungen Manuela Pipke
    in Halver und Lüdenscheid

  6. […] Social Media für das Unternehmen nutzen (12.11.2013) […]

Hinterlasse eine Antwort