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Unser Ziel ist es, ein inspirierendes und geschmackvolles Ambiente zu bieten

11.04.2013
Interview mit Ulrich Finger, Geschäftsführer der Messe Dresden
Unser Ziel ist es, ein inspirierendes und geschmackvolles Ambiente zu bieten

Vom 24. bis 26. Mai 2013 findet in Dresden die Pieta statt. Die Fachmesse für Bestattungsbedarf und Friedhofstechnik hat sich seit 1996 in der Branche etabliert. adeo-online hatte im Vorfeld der Pieta Gelegenheit, mit dem Geschäftsführer der Messe Dresden, Ulrich Finger, über die Besonderheiten einer solchen Fachmesse zu sprechen. Das Interview führte Bruno Vinschen.

 

adeo-online: Herr Finger, die Pieta lädt am 24. Mai bereits zum siebten Mal nach Dresden zur Fachmesse für das Bestattungsgewerbe ein. Die Pieta gehört sicher zu den etablierten Fachmessen in der Branche, dennoch – war es in diesem Jahr besonders schwer, wenn man die vielen Messen im Jahr 2013 berücksichtigt?

Ulrich Finger: Die Pieta wird seit 1996 in Dresden veranstaltet. In den vergangenen Jahren haben wir immer versucht, uns terminlich mit anderen Bestatterfachmessen abzustimmen, um so in dem jeweiligen Jahr keine Marktübersättigung entstehen zu lassen. Sie haben Recht, 2013 gibt es einige Messen, sodass sich die Pieta der Konkurrenz stellen muss und wird. Seit Beginn der Ausstelleransprache vor gut einem Jahr konnten wir allerdings feststellen, dass die Pieta einen Namen und guten Ruf hat und durchaus auf sicheren Beinen steht. Hier gibt es sicher auch einen Vertrauensvorschuss zu uns als Veranstalter, welcher aus den vorangegangenen erfolgreichen Messen resultiert. Wir können auf viele Aussteller setzen, die uns seit Jahren die Treue halten und zudem Multiplikatoren sind.

 

adeo-online: Die Messe Dresden hat die Pieta 2011 in einem besonderen Erscheinungsbild gestaltet. Viele Besucher und Aussteller empfanden dieses Erscheinungsbild als sehr angenehm. Werden die Besucher und Aussteller in ca. sechs Wochen Ähnliches erleben?

Ulrich Finger: Die Messe Dresden legt bei der Pieta, wie übrigens auch bei allen anderen Messen in Dresden, viel Wert auf das Erscheinungsbild, Attraktivität, Großzügigkeit und Ästhetik. Vor zwei Jahren wurde die Pieta das erste Mal in unserer größten Veranstaltungshalle mit über 7.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche platziert. Die Aussteller und Besucher der Pieta werden eine attraktive Halle mit individueller und bedarfsorientierter Aufplanung vorfinden, ergänzt durch atmosphärisch dekorative Lichtelemente, eine einladende Messelounge mit Restaurant, umrahmt von Kunst und floraler Gestaltung. Unser Ziel ist es, neben den sehr guten Ausstellungsangeboten auch das entsprechend inspirierende und geschmackvolle Ambiente zu bieten. Ein Skulpturenpark, eine Fotoausstellung eines sächsischen Bestatters mit dem Titel „momente – augenblicke des lebens“ und ein Auszug aus der schier unerschöpflichen historischen Sammlung von Karl-Heinz Strakosch aus Chemnitz „Bestattungskultur im Wandel der Zeit“ werden das Geschehen umrahmen und ergänzen.

 

adeo-online: Die Pieta 2013 hat sich, was das Vortragsprogramm angeht, konzeptionelle Gedanken gemacht. Was waren die Überlegungen und auf welches Ergebnis dürfen sich die Besucher freuen?

Ulrich Finger: In der Vergangenheit haben wir oft Vorträge spontan ins Programm aufgenommen. Das Vortragsprogramm 2013 wurde dagegen erstmals durchgängig thematisch spezialisiert. Unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ werden spannende Vorträge angeboten. In Vorbereitung der Pieta haben wir Insider und  Bestatter befragt, welche Themen die Friedhofs- und Bestatterbranche interessieren. So kam – unter professioneller Federführung der Agentur für Kommunikations-Gestaltung Berlin – ein interessantes und Wissen vermittelndes Programm zustande. Bewusst haben wir nur zwei Vorträge pro Tag geplant, da den Fachbesuchern noch genügend Zeit für das eigentliche Anliegen der Messe, den Ausstellungsbereich mit den vielfältigen Angeboten der Aussteller bleiben soll.

 

adeo-online: Immer wieder hört man vom Wandel innerhalb der Bestattungsbranche, und das schon seit Jahren. Nun hat die Pieta in Dresden die Branche lange begleiten dürfen – welche Veränderungen in der Bestattungsbranche sind für Sie als Messegesellschaft deutlich geworden?

Ulrich Finger: Das ist eine sehr interessante Frage, allerdings sind wir nur Veranstalter und sind mit dem Insiderwissen der Branche nur bedingt vertraut. Deshalb können wir auch nur von selbst Erlebtem sprechen. Wenn wir an die erste Pieta vor ca. 17 Jahren denken, ist in Erinnerung, dass es Forderungen nach Ausschluss von Anbietern aus unseren Nachbarländern als Bedingung für die eigene Messebeteiligung gab. Auch hatten viele Besucher Bedenken, auf eine andere Messe als die etablierte Befa in Düsseldorf zu gehen. Das ist heute undenkbar. Die Öffentlichkeitsarbeit der Bestattungsbranche ist offener, vielfältiger und bunter geworden. Nicht zuletzt auch ein Ergebnis des Internets. Dahingehend sind auch neue Angebote auf den Messen dazugekommen. Denken wir nur an die immer umfangreicheren Branchen-Softwareangebote, Schmuck aus Asche oder mit dem Fingerabdruck des Hinterbliebenen versehen und die Präsentation von Marketing-, Vorsorge- und Beratungsagenturen. Aber natürlich auch die immer perfekteren technischen Hilfsmittel sowie Bestatter- und Friedhofsbedarf, bis hin zum Bestatterfahrzeug, mit hohen Gebrauchseigenschaften und ästhetischem Anspruch.

    

adeo-online: Die Stadt Dresden, die von sich selbst sagt, sie sei einer der schönsten Städte Europas, lockt mit vielen Angeboten. Spüren Sie den Faktor, den der Messestandort Dresden mit sich bringt? Und inwieweit merken Sie dies an den Besucherzahlen, oder kommen die meisten Besucher doch aus der Region?

Ulrich Finger: Diese Frage kann ich Ihnen anhand der Besucherauswertung von 2011 genau beantworten. Aus Ostdeutschland (Sachsen mit 35 Prozent, Thüringen und Sachsen-Anhalt und Berlin sowie Mecklenburg-Vorpommern) kamen rund 53 Prozent der Besucher. Knapp 40 Prozent der Pieta-Besucher kamen aus den anderen Bundesländern und rund neun Prozent Ausländer aus 14 verschiedenen Ländern besuchten die Messe 2011. Das ist zum einen ein Plus für den Messestandort Dresden und zeigt zum anderen den Bekanntheitsgrad der Pieta in Dresden und ist natürlich auch ein Indiz für die Beliebtheit der Stadt.

 

adeo-online: Herr Finger, welchen exklusiven „Insidertipp“ haben Sie für einen Besucher der Pieta in Dresden?

Ulrich Finger: Seit Jahren bieten wir Besuchern und Ausstellern ein touristisches Begleitprogramm außerhalb der Messezeit an. Ein Stadtspaziergang mit Kuppelführung in der Frauenkirche, eine Stadtrundfahrt sowie die Führung im Dresdner Schloss mit den weltberühmten Sammlungen des Grünen Gewölbes gehören dazu und werden gern angenommen. Natürlich steht nach wie vor ein Besuch der Semperoper ganz hoch im Kurs. Aber auch ein Abendprogramm auf eigene Faust lohnt sich in Dresden, sei es nur die vielfältige Kneipen- und Kunstszene in der Dresdner Neustadt, das lebendigste und urbanste Viertel überhaupt. Mit den Attraktivitäten und Schönheiten unserer Stadt haben wir einen zusätzlichen Bonus hinsichtlich der Anziehungskraft der Pieta in Dresden!  

 

adeo-online: Herr Finger, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg.

 

 

Aktuelle Informationen, das Ausstellerverzeichnis, Fachvorträge, Anfahrtsbeschreibungen und Ansprechpartner finden Sie unter:

www.pieta-messe.de

 

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