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Was ist eigentlich Coaching?

27.09.2013
Ein Blogbeitrag von Dr. Kerstin Gernig
Was ist eigentlich Coaching?
Foto: Maurice Ressel

Auf die Frage, was ich beruflich mache, wurde ich früher oft entgeistert angesehen. Denn meine Gesprächspartner konnten oder wollten sich nicht vorstellen, was man als Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur so macht. Heute werde ich bei der gleichen Frage oft fragend angesehen. Denn meine Gesprächspartner assoziieren mit Coaching alles Mögliche, was mit Coaching nichts zu tun hat, von Therapie bis Psychoanalyse. Als Coach arbeitet man mit psychisch gesunden Menschen – Einzelnen oder auch Teams –, die bei einem zentralen Thema weiterkommen wollen. „Wollen“ ist dabei ein zentrales Stichwort. Denn ein Coaching kann man niemandem oktroyieren, da jeder Mensch frei ist zu entscheiden, ob er sich verändern möchte oder eben auch nicht. Der Wunsch nach Veränderung geht auf zwei zentrale Triebfedern zurück: Leidensdruck oder auch Leidenschaft. Die Themen der Veränderungsprozesse, die Coaches begleiten, sind vielfältig: das kann der Schritt in die Selbständigkeit sein; die Herausforderung der ersten Führungsposition; die nächste Stufe auf der Karriereleiter ebenso wie die Lösung von Konflikten mit Kollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten.

Um also die Frage zu beantworten: Coaching ist eine mental und emotional wirkende Interventionstechnik, die auf professionellen Gesprächsmethoden beruht. Diese Gespräche werden durch den Coach so gelenkt, dass sie den Klienten ermöglichen, ihre Ressourcen zu stärken, um die von ihnen angestrebten Ziele zu erreichen. Was bedeutet Ressourcen in diesem Zusammenhang? Zu den Ressourcen eines Menschen gehören seine Stärken und Fähigkeiten ebenso wie sein Energiepotential. Wer sich mit der ihm zur Verfügung stehenden Energie dauerhaft verausgabt, steht in Gefahr, im Burn-Out zu landen. Wer daran gehindert ist, seine Fähigkeiten zu entfalten, steht hingegen in Gefahr, im Bore-Out zu landen. Beides sind keine Modekrankheiten, sondern ernst zu nehmende Phänomene unserer Zeit, die zeigen, dass unsere Gesellschaft einen Transformationsprozess durchläuft auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht. Wenn Menschen in einem Team ihre Stärken und Fähigkeiten, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, einbringen und entfalten können und dafür die entsprechende Wertschätzung erfahren, ist bereits eine gute Basis für die Entwicklung und den Zusammenhalt eines Unternehmens gelegt. Wäre das, was hier so vermeintlich selbstverständlich klingt, selbstverständlicher, hätten wir andere Statistiken, was die Bindung vieler Mitarbeiter an ihr Unternehmen angeht. Wer der Wahrheit ins Auge zu blicken wagt, kann sich dazu den Gallup Engagement Index ansehen, der seit zwölf Jahren einmal jährlich erhoben wird: karrierebibel.de. Wenn jeder vierte Mitarbeiter innerlich bereits gekündigt hat, gehen den Unternehmen enorme Ressourcen verloren. Mit einem Teamcoaching können solche Ressourcen zurückgewonnen werden.

Wie coache ich?

Als Coach arbeite ich rein lösungsorientiert, damit meine Klienten ihre Ziele erreichen und ihre Visionen verwirklichen. Dazu gehört vor allem, innere Blockaden und Störungen zu überwinden. Denn nur ein emotional und mental „entstörter“ Mensch kann sein volles Potential entfalten. Der Begriff „entstört“ mag erst einmal merkwürdig auf Sie wirken. Deshalb gebe ich Ihnen ein Beispiel: Spielen Sie oder eines Ihrer Kinder ein Instrument? Dann kennen Sie das Phänomen des Lampenfiebers oder auch die Angst vor dem Versagen vor dem Auftritt. Diese Angst findet ausschließlich in unseren Gedanken und Gefühlen statt und blockiert unseren Energiefluss. Bei Lampenfieber, Prüfungsangst oder Schweißausbrüchen vor dem großen Auftritt haben wir den Gegner im Kopf. Wer es schafft, den Gegner im Kopf los zu werden und sich ganz auf das Spiel zu konzentrieren, wird zu anderen Leistungen befähigt, sei es auf der Bühne, sei es im beruflichen oder auch im privaten Leben.

Haben Sie die „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick gelesen? Dann haben Sie bei der Geschichte mit dem Hammer vermutlich gelacht, als wäre diese Geschichte vollkommen übertrieben. Dabei erleben wir täglich, dass wir uns gedanklich in Situationen hineinmanövrieren, die keine positive, sondern eine negative Wirkung auf uns ausüben. Bewerten Sie oder nehmen Sie wahr? Nehmen Sie diese Frage als Anlass für eine kleine Bewusstseinsschulung. Achten Sie bis zum Erscheinen des nächsten Newsletter einmal darauf, was sie gedanklich alles auf Nachbarn, Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzte, Kinder, Ehepartner, Familienangehörige und Menschen, die ihnen täglich begegnen, projizieren. Dabei gibt es für Sie ein kostbares Gut zu gewinnen: mehr Achtsamkeit.

Ich wünsche Ihnen eine erfüllte, ausgeglichene Zeit.

Mit einem herzlichem Gruß aus Berlin,

Kerstin Gernig

 

P.S. für die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer unter den Adeo-Lesern: Wenn Sie herausfinden möchten, ob in Ihrem Unternehmen eine Atmosphäre herrscht, die zu einer hohen Mitarbeiterbindung beiträgt, biete ich Ihnen einen effizienten Umfrage-Kurztest an. Durch die Auswertung und Umsetzung der Ergebnisse können Sie wahre Wunder bewirken.

P.P.S. Wer erleben möchte, was Coaching bewirken kann, dem schenke ich ein 20-minütiges telefonisches Kurzzeitcoaching. Schreiben Sie eine Mail oder rufen Sie an. Die Kontaktdaten finden Sie unter  www.kommunikationsgestaltung.com

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