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Wenn plötzlich alles ganz anders ist.

07.11.2011
Podiumsdiskussion im Bestattungsinstitut Otto Berg in Berlin
Wenn plötzlich alles ganz anders ist.

So beginnt, wenn ein uns nahestehender Mensch stirbt, eine Ausnahmesituation, auf die wir kaum vorbereitet sind. Hilflosigkeit, Verzweiflung, Trauer, Ohnmacht. Die Betroffenen sind oft allein mit ihren Gefühlen. Wie unterschiedlich mit dem Tod am am Ende des Lebens, insbesondere aber auch mit dem Tod, der gleich zu Beginn des Lebens eintritt, umgegangen wird, diskutieren am 10. November 2011 die Ethnologin Maureen Grimm, die Künstlerin Anja Sommer, die Vorsitzende des Bundesverbandes Verwaiste Eltern, Petra Hohn, und die Pfarrerin Beate Violet gemeinsam mit der Kulturwissenschaftlerin Dr. Kerstin Gernig.

Trotz der medizinischen Entwicklungen trotzt der Tod Alter und Zeit. Am Ende des Lebens ist der Tod unser unausweichliches Schicksal. Am Anfang des Lebens jedoch erscheint er uns widernatürlich. Über welche Rituale verfügt unsere Gesellschaft noch im Angesicht des Todes? Während der Tod für Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Rettungsdienste, Seelsorger oder Bestatter zum Beruf gehört, gehen unserer Gesellschaft Rituale und Traditionen im Umgang mit Verstorbenen ebenso wie mit Hinterbliebenen zunehmend verloren. Schwarze Trauerkleidung? Totenwache? Aufbahrung? Trauermarsch? Kondolenz? Was bleibt? Was kommt? Was geht? Was hilft?

In ihrem Buch „still geboren“ schreiben Maureen Grimm und Anja Sommer über die Erfahrungen, die Eltern in unserer Gesellschaft mit dem Verlust eines Kindes machen. Beate Violet weiß als Seelsorgerin in der Charité, wo Worte trösten und wo sie versagen können. Petra Hohn kennt die Bedeutung von Schicksalsgemeinschaften und Ritualen. Dr. Kerstin Gernig hat die teilweise dramatischen Veränderungen in der Bestattungskultur zu Beginn des 21. Jahrhunderts beobachtet.

Die Diskussion der Fragen zum Tod, für die es nur selten Raum gibt, findet im Bestattungsinstitut Otto Berg statt, wo es ein tradiertes Erfahrungswissen im Umgang mit Verstorbenen und Angehörigen gibt. Die Podiumsdiskussion lädt ein, Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und neue Sichtweisen kennenzulernen.

Gestorben wird immer – darüber gesprochen nur selten. Nutzen Sie die seltene Gelegenheit und kommen Sie allein oder mit Freunden, Bekannten und Kollegen. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur e.V. Düsseldorf statt.

 

 

Informationen:

Was? Podiumsdiskussion zum Umgang unserer Gesellschaft mit dem Tod

Wann? 10.11.2011. Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr, Eintritt frei

Wo? Bestattungsinstituts Otto Berg, Residenzstraße 68, 13409 Berlin.

Warum? Um mit interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen.

 

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