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Wenn sich die Innovativsten treffen

03.12.2013
Ein Blogbeitrag von Dr. Kerstin Gernig
Wenn sich die Innovativsten treffen

Wenn innovative Menschen aufeinander treffen – sei es beim Querdenkerkongress, bei der TED-Konferenz oder beim Bestatter Kongress –, dann wird es spannend. Denn es werden nicht nur Erfahrungen, Informationen und Know How ausgetauscht, sondern es entstehen neue Ideen. Die besten Ideen entwickeln sich oft beim Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Solche Sternstunden brauchen – wie wir die Luft zum Atmen – eine Atmosphäre der Offenheit und Neugierde, der Wertschätzung und des Respekts unterschiedlicher Sichtweisen. Diese Voraussetzung war beim zweiten Deutschen Bestatter Kongress des FID-Verlags am 6./7. November 2013 auf dem Petersberg in Königswinter gegeben.

Who is who?

Und so ist mitten im Gespräch die Idee einer Erfahrungsaustauschgruppe innovationsfreudiger Bestattungsunternehmerinnen und -unternehmer entstanden. Da ich mich für mein Buchprojekt mit ungewöhnlichen Unternehmern beschäftige und mir die Themen der Bestattungsbranche nicht fremd sind, habe ich mich spontan bereit erklärt, eine Erfa-Gruppe zu moderieren. Was Sie erwartet? Ein Zusammentreffen des „Who is who“ der Innovativen, Vorreiter, Querdenker, Quereinsteiger … Interessiert? Dann schreiben Sie eine Mail, um beim ersten Treffen dabei zu sein: gernig@kommunikationsgestaltung.com

Nachdem ich mit dem Ausblick der beiden Kongresstage eingestiegen bin, die Barbara Rolf und Henner Knabenreich in Ihren Blogbeiträgen inhaltsreich haben Revue passieren lassen, folgen hier ein paar Rückblicke, Ein- und Lichtblicke aus der Sicht der Moderatorin.

Rückblicke

Es gibt Sätze, die sitzen – wie der Satz von Dirk Ziems, dass die Bestattungskultur von jeder Generation neu gelernt werden muss.

Es gibt Referenten, die so geistreich Wissen und Witz miteinander verbinden, dass man ihre Redezeit gern verlängern würde – wie PD Dr. Dr. Tade Matthias Spranger, der sich fragt, ob der Friedhofszwang für Urnen in 10 Jahren nicht passé sein wird.

Es gibt Vorträge, die einen berühren – wie Piet Morgenbrodt, der die grenzenlose Ohnmacht Trauernder kennt und mit seinen Segelreisen eine besondere Kraftquelle erschlossen hat.

Es gibt Menschen, die wissen, worauf es ankommt – wie Brian Müschenborn, für den Trauerarbeit zum Kerngeschäft von Bestattungsunternehmen gehört, auch wenn nur ein Bruchteil der Kunden das Angebot annimmt.

Es gibt Lebensfreude, die ansteckend ist – wie bei Jutta Knoop, die mit außergewöhnlichen Veranstaltungen ihre Kunden jedes Jahr aufs Neue zum Dabeisein und Mitmachen verführt.

Es gibt Ehrlichkeit, die beeindruckt – wie der Einblick von David Roth in die Veränderungen eines Familienunternehmens nach dem Tod seines Vaters.

Es gibt Innovationen, die ambivalente Gefühle auslösen – wie Carsten Pohle mit seiner Schilderung der Lust und Last von Preisvergleichsportalen in verschiedenen Branchen gezeigt hat.

Es gibt ein Selbstbewusstsein, das selbst bewusst überzeugt – wie bei Claudia Marschner, die die selbst auferlegten Preisdumpingdebatten von Bestattern entschieden zurückgewiesen hat.

Es gibt Architektur, deren symbolische Dimension eine faszinierende Wirkung entfaltet – wie bei dem Bestattungshaus von Christoph Feuerstein, dessen Genese und Baugeschichte er beeindruckend vorgestellt hat.

Es gibt Ideen, die auf den ersten Blick ein bisschen verrückt und auf den zweiten ziemlich mutig erscheinen – wie die erste BeileidsApp von Sascha Bovensmann, über die kurz nach dem Kongress schon in der FAZ berichtet wurde.

Es gibt Messmöglichkeiten, die endlich verraten, welche Hälfte der Marketingausgaben sinnvoller eingesetzt werden kann – wie Frank G. Froux vor Augen geführt hat.

Es gibt Moderatorinnen, die es nicht lassen können, die Rollen zu wechseln – wie Kerstin Gernig, die den Social Media Award aus Überzeugung der Bedeutung der neuen Medien für die neuen Formen des Kundendialogs konzipiert und als Referentin die damit verbundene Möglichkeit einer immensen Reichweite in Form des Multiplikatorenmarketings vor Augen geführt hat.

Einblicke

Es gibt Referenten, die am Morgen von ihrem eigenen Terminkalender überrascht werden – wie Steffen Grossmann, der seinen Vortrag verschwitzt hat.

Es gibt Ereignisse, die sich nicht aufhalten lassen – wie die Geburt eines Kindes bei Dirk Walter, der seinen Vortrag kurzerhand als Film zur Verfügung gestellt hat.

Es gibt Improvisationskünstler, die das Publikum erfreuen – wie Bruno Vinschen, der souverän für den am Vortag erkrankten Referenten Klaus Wagner eingesprungen ist.

Lichtblicke

Es gibt Erfahrungen, die Perspektiven verändern – wie Georg Kronthaler mit dem Bericht seiner Bergung seines in eisigen Höhen verstorbenen Bruders. Er hat gezeigt, was möglich ist, auch wenn es alle für unmöglich halten, wenn Haltung, Liebe und ein ungebrochener Wille zusammenwirken. In tiefem Respekt hat sich das Publikum vor dieser Lebensleistung erhoben. Solche Momente sind kostbar und bleiben in intensiver Erinnerung.

Es gibt Augenblicke, die sich als Gunst der Stunde nicht planen lassen – wie nach dem Höhepunkt der Veranstaltung, der Award-Verleihung an Barbara Rolf für ihre wegweisende Nutzung der Social Media, dank derer sie um die musikalischen Talente ihres Kollegen wusste, der sich spontan bewegen ließ, ein Lied für die Gewinnerin am Flügel unter dem Kuppeldach vorzutragen. Nicht planbar, großartig! Ein Film sagt mehr als tausend Worte: Spot up!

Mit gespannten Grüßen auf das erste Treffen des „Who is who“,

Kerstin Gernig

 

P.S. Das erste Treffen der Erfa-Gruppe wird in Berlin stattfinden. Wer wagt, gewinnt: gernig@kommunikationsgestaltung.com

 

 

 

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2 Kommentare
  1. Danke für diesen schönen, würdigenden Abriss, liebe Frau Gernig:-)

  2. Liebe Frau Ulitzka,

    da Sie – trotz Freikarte als Innovationsbonus – diesmal leider nicht dabei sein konnten, freue ich mich aufs Kennenlernen im Kreis der Mit-, Quer- und Vordenker im nächsten Jahr 😉

    Viele Grüße aus Berlin,
    Kerstin Gernig

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