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Wissen, was die Bürger im Bestattungswesen wollen

08.09.2011
Daten aus der Meinungsforschung liegen vor
Wissen, was die Bürger im Bestattungswesen wollen
Die Zahl der Feuerbestattungen steigt weiter an. Die Branche reagiert mit individuellem Design

Der Wandel im Friedhofs- und Bestattungswesen ist in aller Munde, doch wer fragt die Bürger nach Ihrer Meinung? Die Verbraucherinitiative Aeternitas hat Daten aus der Meinungsforschung zu sieben verschiedenen Themengebieten zusammengetragen – zum Beispiel zum Friedhofszwang, zur Bestattungsvorsorge oder zum Thema Trauer. Ziel ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger aufzuzeigen.

„Wenn wir von Bestattungskultur sprechen, muss diese auch von den Menschen gelebt werden“, erklärt der Aeternitas-Vorsitzende Hermann Weber. Deshalb sei es so wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger zu kennen – und hier helfe die Meinungsforschung. Aeternitas hat seit vielen Jahren immer wieder verschiedene Befragungen in Auftrag gegeben. Weitere sind von anderen Institutionen veröffentlicht worden. Die Verbrauchinitiative hat nun zahlreiche Ergebnisse, nach sieben Themengebieten geordnet, zusammengetragen und stellt diese im Internet zur Verfügung (unter dem Link: www.aeternitas.de/inhalt/marktforschung).

Eine Umfrage aus dem Jahr 2010 zeigt zum Beispiel, dass die Mehrheit der Bundesbürger den Friedhofszwang für Urnen für veraltet hält (58 Prozent). Die Bestattungsgesetze berücksichtigen diese Meinung bisher jedoch nicht. Doch schon im Jahr 2001 hatten 56 Prozent der Bundesbürger kein ungutes Gefühl bei dem Gedanken, der Nachbar könnte die Urne eines Verstorbenen zuhause im Wohnzimmer oder im Garten aufbewahren, auch wenn noch eine Mehrheit für den Friedhofszwang für Urnen war.

Das Thema Trauer rückt erst seit einigen Jahren in den Fokus der Öffentlichkeit, auch wenn so gut wie jeder in seinem Leben vom Tod eines Angehörigen betroffen ist. Umfragen zeigen, dass jeder Mensch seine eigenen Vorstellungen von Trauer hat und dass es nicht einfach ist, die individuellen Vorstellungen auf einen Nenner zu bringen. Bestätigt wird dieses Bild unter anderem von der Zustimmung oder Ablehnung zu verschiedenen Aussagen zum Thema Trauer aus dem Jahr 2010. Während die Mehrheit Niedergeschlagenheit in der Trauer für normal hält und glaubt, ein Trauerfall sei schwer ohne bleibende Folgen zu überwinden, gesteht die Mehrheit gleichzeitig jedem zu, dass er nach einem Trauerfall nicht niedergeschlagen sein muss.

Das Thema Bestattungsvorsorge beschäftigt immer mehr Menschen. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit für ihre Bestattungswünsche und Entlastung der Angehörigen. So sank der Anteil derjenigen, die gar nicht finanziell für ihr eigenes Ableben vorgesorgt haben, zwischen 1998 und 2010 von 35 auf 26 Prozent. Gleichzeitig nahmen Vorsorgemöglichkeiten wie testamentarische Verfügungen (zehn auf 19 Prozent) oder Sparguthaben (26 auf 50 Prozent) an Beliebtheit zu, während Sterbegeld- und Lebensversicherungen auf stabilem Niveau genutzt wurden (22 auf 20 Prozent bzw. 34 auf 39 Prozent).

Auch andere Daten aus den drei genannten und den übrigen Bereichen Bestattungsformen, Bestattungskosten, Totengedenken und Grabgestaltung zeigen interessante Aspekte auf: Zum Beispiel, wie sich die Bestattungswünsche geändert haben (weg vom klassischen Erdgrab), dass ein Großteil der Bürger die Bestattungskosten zu niedrig einschätzt, dass Friedhöfe immer noch gut besucht sind oder wie die klassische Grabbepflanzung an Zuspruch verloren hat.

 

Informationen:

Aeternitas e. V. – Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Alexander Helbach

Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de

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